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Nagelproben für Naturisten in 2016

Ein Geschehen am Landgericht im westfälischen Dortmund hat in diesen Tagen Naturistinnen und Naturisten in ganz Deutschland, aber auch international bewegt. Eine Klage ist dort zurückgezogen, nach der ein Dortmunder seinem Nachbarn untersagen wollte, nach dem Gang in die Sauna nackt durch den eigenen Garten zu gehen.

Diese Geschehen bewegt auf verschiedenen Ebenen. Es wird Naturistinnen und Naturisten geben, die Jubelsprünge machen. Schließlich ist mit der Empfehlung auf den Rückzug einer Klage unterstrichen worden, dass es eine Freiheit gibt, die nicht genommen werden kann. Naturistinnen und Naturisten können die eigene Lebenshaltung auf dem eigenen Grund und in den eigenen vier Wänden leben, wie sie es wollen.Verbunden ist dies mit dem Anspruch, dass das eigene Gelände umfriedet ist und beispielsweise mit Hecken für einen gewissen Sichtschutz gesorgt ist.

Es wird viele Naturistinnen und Naturisten geben, die den Kopf schütteln. Sie sind darüber verärgert, dass die eigene Lebenshaltung mit Prüderie und querulatorischer Beschwerde beantwortet wird. Das Spießbürgertum versucht aus der eigenen Gartenzwergen-Haltung die Liberalität des Einzelnen zu beschneiden. Persönliche moralische Vorstellungen werden zum gesellschaftlichen Maßstab erhoben.

Was davon zu halten ist, dies mag sich jeder in seinem Kämmerlein überlegen. Es mag sich jeder auch überlegen, inwieweit er oder sie sich öffentlich dazu äußert. Es macht jedoch nachdenklich, dass sich Naturistinnen und Naturisten gerade in diesem Jahr aufgefordert sind, sich zu bekennen. Im sächsischen Moritzburg sind Freundinnen und Freunde der Freikörperkultur aufgerufen, ihre

Nacktheit zu begrenzen, da Flüchtlingen in einer Gemeinschaftsunterkunft die Aussicht auf nackte Badende nicht zugemutet werden kann. In Essen im Ruhrgebiet wird der „World Naked Bike Ride“ nicht gestattet. Ob diese Absage mit einem Formfehler oder mit gesellschaftlichen Grundhaltungen begründet wird, mag man einer tieferen Betrachtung überlassen.

Naturistinnen und Naturisten auf Fährrädern in einer bundesdeutschen Großstadt haben einen Reiz. Es wäre das öffentliche Bekenntnis der Radelnden nicht nur zur Nacktheit, sondern vielmehr zu einer Verbundenheit zur Ursprünglichkeit der Natur und persönlichen Überzeugungen. Stattdessen geschieht etwas anderes. Naturistinnen und Naturisten, ob organisiert oder nicht organisiert, ziehen sich auf die Gelände der naturistischen Breitensportvereine zurück. Und noch mehr – sie schweigen zu den Geschehnissen um sie herum.

Es gibt Situationen, in denen das Private öffentlich gemacht werden sollte. Dies bedeutet ein Bekenntnis dazu, dass man Freude am Nacktsein hat. Es geht nicht darum, sich den Zeitgenossinnen und Zeitgenossen mit der Begeisterung für die Freikörperkultur aufzudrängen. Das Bekenntnis zu sich selbst und zu den eigenen Überzeugungen führt dazu, dass der Beliebigkeit der Moderne etwas entgegengesetzt wird. Wer es nicht wagt, der darf sich nicht wundern, wenn er oder sie von gesellschaftlichen Stimmungen überrollt wird und sich nachher den Rollkragenpullover anziehen muss – in der Öffentlichkeit wie im eigenen Garten. Es steht einiges auf dem Spiel.

Quelle Foto: https://pixabay.com/de/sauna-wasser-eimer-tr%C3%A4hink-1093235/

Christoph Müller


Krimi-Autorin Wesner schreibt über nacktes Campen

Angelika Wesner: Textilfrei ins Jenseits – Ein Krimi (nicht nur) für Camper, Eigenverlag, Schwäbisch Gemünd 2014, ISBN 978-3-00-047768-3, 384 Seiten, 12.50 Euro.

Für den eingefleischten Naturisten ist es nicht ungewöhnlich, dass sich nackte Menschen auf einem Campingplatz tummeln. Für überzeugte Freunde des Nacktseins ist es jedoch unvorstellbar, dass die Oase der Freikörperkultur zu einem Tatort wird. Die Schriftstellerin Angelika Wesner hat in ihrem Kriminalroman „Textilfrei ins Jenseits“ die Anhänger des Nacktseins in den Verdacht gebracht. Denn auf einem baden-württembergischen Campingplatz haben FKK-Anhänger ein Stück des Campingplatzes separiert, um sich dort wohlzufühlen.

Diese Freude am Unbekleidetsein stößt nicht nur auf positive Resonanz bei Dauercampern und auch Urlaubern. Heftig sind manche emotionalen Reaktionen in der Umgebung. Dies ficht die Nacktcamper jedoch nicht unbedingt an. Sie entwickeln ihr Eigenleben, fühlen sich in der eigenen Haut wohl. Durchkreuzt wird die subjektiv empfundene Idylle von einem überraschenden Todesfall und noch weiteren erschreckenden Geschehnissen.

Die Journalistin Angelika Wesner weiß, worüber sie schreibt. Denn sie ist gemeinsam mit ihrem Lebenspartner selber eine begeisterte Camperin. Sie muss den Alltag auf den Campingplätzen sehr aufmerksam beobachtet haben. Denn sonst wäre es ihr nicht gelungen, mit großem Humor und der Freude am Detail das Camperleben zu beschreiben. Das eigene Lächeln begleitet die Lektüre der abwechslungsreichen Kriminalgeschichte „Textilfrei ins Jenseits“.

Sympathisch kommen die Protagonisten daher. Die Kriminalkommissare Jennifer Reitmann und Rainer Sommer werden als spezialisiertes Ermittlerteam undercover mit dem Zeltanhänger auf den Campingplatz geschickt. Sie entwickeln sehr eigene Recherche-Methoden. Gewürzt ist das Miteinander der beiden durch die Zuneigung, die Jennifer und Rainer füreinander empfinden. Es menschelt zwischen den beiden. Es menschelt durch die fast 400 Seiten hindurch.

Selbst die schwäbelnde Madeleine, die Lebensabschnittsgefährtin von Rainer, wird mit großer Liebe dargestellt. Sie kämpft um die Aufmerksamkeit des geschiedenen Mannes, der um Orientierung in seinem Leben ringt. Wesner zeigt eine große Freude daran, die Mentalitäten der Menschen darzustellen. Amüsiert folgt man den Erzählungen, als Madeleine nicht nur Jennifer und Rainer auf dem Campingplatz besucht, sondern Rainer mit verführerischen Dessous zu reizen versucht und damit über den eigenen Schatten springt. Vor Augen hat man auch die örtlichen Streifenpolizisten, die täglich über den Campingplatz streunen, um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Es fällt schwer, den kurzweiligen Kriminalroman „Textilfrei ins Jenseits“ aus der Hand zu legen. Die Neugierde auf das zu erwartende Geschehen setzt sich immer wieder gegen die Vernunft durch. Deshalb lohnt es sich, das Buch zu einem gemütlichen Wochenende auf dem Campingplatz mitzunehmen oder schon frühzeitig in den Urlaubskoffer zu packen. Es gibt keinen Grund, die Lektüre zu bereuen. Vielmehr hat der (naturistische) Camper eigene Erlebnisse und Erfahrungen vor Augen. Kurzum: Unterhaltung garantiert !

Christoph Müller

 

Bitte beachten:

Am Samstag, 25. Juni, 20:00 Uhr ist Angelika Wesner zu einer Veranstaltung beim Lichtbund Niederrhein in Duisburg vor Ort zu erleben. Auf nach Duisburg !

http://www.lbn-duisburg.de/de/verein/veranstaltungen.html?mc_id=308

 


21. Bonner-International Boule-Turnier

An Pfingsten 2016 fand beim Familiensportbund Bonn auf seinem Vereinsgelände in Wachtberg das traditionelle Boule-Turnier mit internationalen Gästen statt.

Bonn/Wachtberg. Am 14.06.2016 fanden sich insgesamt 28 Teilnehmer (14 Doubletten) zu dem traditionsreichen Boule-Turnier auf dem Sportgelände des FSB Bonn in Wachtberg-Arzdorf ein. Pünktlich um 10:00 Uhr begrüßten der Turnierleiter Franz Krebs und der 1. Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Friedhelm Trinkl, die Teilnehmer aus den Vereinen „de Peelrand“ (NL), FSB Haard und FSB Bonn.

Anschließend war es dann soweit, die erste Zielkugel – das „Schweinchen“ – konnte rollen. Gespielt wurde mit festem Partner nach Schweizer System und den Regeln des Deutschen-Pétanque-Verbandes. Die jeweiligen Gegner wurden vor jeder der fünf Spielrunden neu ausgelost.

An beiden Spieltagen entwickelten sich spannende, teilweise aufregende, manchmal sogar dramatische Spiele. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage im Vorfeld blickten die Teilnehmer ein ums andere Mal sorgenvoll in den Himmel. Entgegen den Erwartungen konnten vier von fünf Spielrunden trocken absolviert werden, zeitweilig zeigt sich sogar die Sonne. Lediglich eine Spielrunde musste wegen eines kleinen Regen-/Hagelschauers kurz unterbrochen werden. Diese Unterbrechung tat der Spielfreude jedoch keinen Abbruch, nach kurzer Zeit konnte der Spielbetrieb wieder fortgesetzt werden. Alle Partien wurden in sportlich fairer und freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragen.

Der Turnierleiter Franz Krebs ermittelte nach Ende der letzten Runde die Siegerpaarungen. Auf das Siegertreppchen konnten sich in diesem Jahr ausnahmslos Spieler/innen des FSB Bonn qualifizieren. Dies stellt ein Novum in den letzten Jahren der Turniergeschichte dar. In vergangenen Jahren hatten häufig unsere niederländischen Boule-Freund den Gesamtsieg erringen können. Auch die letztjährigen Sieger Marlies Hagenkamp und Dieter Beese vom FSB Haard konnten Ihren Titel nicht verteidigen.

In diesem Jahr spielten sich Evi Fietz und Christel Längin mit 4:1 Spielen und 63:42 Punkten auf den ersten Platz. Mit 4:1 Spielen und 58:40 Punkten folgten Manfred Hätty und Renate Siefer auf Platz zwei. Den dritten Platz auf dem Treppchen sicherten sich Wolfgang Strobel und Helmut Töpel mit ebenfalls 4:1 Spielen aber 56:40 Punkten.

Nach der Siegerehrung konnten sowohl

die Teilnehmer als auch der ausrichtende Verein eine positive Bilanz zum Turnier ziehen. Auch dank der netten Gäste wurde das diesjährige Bonner-International Boule wieder ein Erfolg.

Am Sonntagnachmittag gegen 14:30 Uhr endete ein insgesamt "rundes" Wochenende. Zufrieden äußerte sich auch der Turnierleiter: „Alles war gut vorbereitet und verlief reibungslos. Wir freuen uns schon auf die Ausrichtung der 22. Ausgabe des Turniers im Jahr 2017.

 


In Duisburg trifft Kultur auf Naturisten-Föderation

Von Christoph Müller

Mit innovativen Ideen müssen Naturisten für die eigene Sache werben. Dies denkt sich auch Hans-Peter Gobien, der Mitglied im Lichtbund Niederrhein in Duisburg ist. „Kultur meets Naturisten“ steht über einer Veranstaltung, die am Samstag, 25. Juni 2016, auf dem Vereinsgelände des naturistischen Breitensportvereins im Duisburger Süden stattfinden wird. Denn um 20:00 Uhr wird an diesem Abend die Journalistin und Schriftstellerin Angelika Wesner ihre Krimi-Komödie vorführen.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Türen und Tore zwischen uns Naturisten und den Nicht-Naturisten durchlässiger werden sollten“, meint Gobien. Es gehe ihm darum, aufeinander neugierig zu sein und nicht skeptisch zu bleiben, was denn hinter dem Zaun der Vereinsgelände der Vereine stattfinde. Mit Angelika Wesner ist dem LBN Duisburg ein besonderer Coup gelungen. Denn mit dem Kriminalroman „Textilfrei ins Jenseits“ hat sie den Alltag von Naturisten etwas mehr in den Fokus gerückt.

Im Mittelpunkt ihrer beiden Camping-Krimis stehen der Kriminalbeamte Rainer Sommer und dessen Kollegin Jennifer Reitmann, die gemeinsam während eines undercover-Einsatzes der SOKO Camping einen Mordfall auf einem Campingplatz aufklären sollen. Getarnt als frisch verheiratetes Ehepaar mischen sich die zwei unter das campende Volk, um möglichst unauffällig den möglichen Tätern auf die Spur kommen. Das ist mitunter nicht ganz einfach, weil der brummige Rainer und die lebenslustige Jenny mit ihren menschlichen Schwächen und Marotten durchaus auch mal selbst ihre eigene Tarnung gefährden.

Angelika Wesner ist mit ihrem Mann Andy selber mit dem Wohnmobil unterwegs. So scheint der genaue Blick auf das, was auf Campingplätzen geschieht, sicher der Stoff, aus dem die abwechslungsreichen und lebendigen Geschichten von Wesner sind. In ihrem Bühnenprogramm „Kriminelle CampingKomödie“ präsentiert die Autorin eine heitere Mixtur aus Krimilesung, Bildprojektionen und Szenen aus dem Campingleben. „So wird es auch in Duisburg geschehen“, verspricht Hans-Peter Gobien.

Gobien will Naturisten und ihre Breitensportvereine ermutigen, auf neuen Pfaden zu laufen. Es hilft nicht, über Mitgliederschwund zu klagen. Es müssten Wege gesucht werden, welche attraktiven Angebote neben Naturismus und Sport gemacht würden. Er spricht sich dafür aus, die ein oder andere Musik-Band oder den ein oder anderen bildenden Künstler für die eigene Sache zu gewinnen. Veranstaltungen in den Gemeinden, in denen die naturistischen Breitensportvereine daheim sind, seien genauso möglich wie die Einladung auf die eigenen Vereinsgelände. „Wir müssen Gemeinsamkeiten schaffen statt Berührungsängste aufrechterhalten“, so Gobien.

Die Präsidentin der Internationalen Naturisten-Föderation (INF), Sieglinde Ivo, ist ganz angetan von der Idee, die der LBN Duisburg Ende Juni in die Tat umsetzen wird. Es müsse Nachahmer finden quer durch den deutschsprachigen Raum. Schon in den eigenen Reihen der Naturistinnen und Naturisten gebe es soviel Kreativität und Ideenreichtum, der in einem Netzwerk zwischen Vereinen einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden könnte. Die Aktion „Kultur trifft Naturisten“ signalisiere, dass man bereit sei, aus dem Trott des Alltags heraus zu treten.

Veranstaltung

Foto: Angelika Wesner
Journalistin und Buchautorin